Category Archives: double_standards

_ collecting evidence of media bias _

This is a call on the visitors of my blog. Among the most distressing features of the war in Georgia was a stunning media bias or ignorance of (historical) facts. Let us collect some of the most blatant biased stories – either pro-Russian or pro-Georgian, skipping of course both the Russian and Georgian media and tabloids. Please post links to news stories which fit the the subject.

Auffallend ist in vielen deutschsprachigen Medien die Nutzung des Begriffs ‘Blitzkrieg’, der assoziative Verbindungen zwischen Russland und Adolf Hitler’s Nazideutschland herstellen soll.

Eine ganz außergewöhnliche Entgleisung habe ich gerade auf http://www.orf.at/080816-28495/index.html entdeckt. Dort wird die Überschrift verwendet: ‘Georgier müssen Strassen putzen’ – sofort stellt sich die Assoziation mit den Juden her, die in Wien unter dem Gelächter österreichischer Nazis die Gehsteige mit Zahnbürsten putzen mussten. Im Text von orf.at steht dann aber ‘lediglich’, dass die Georgier die Strassen in Zchinvali ‘aufräumen’ (sic) müssen.

_das abchasische Amselfeld oder das Märchen vom bösen Frosch_

Es ist wie ein Märchen. Zwei Landstriche. Beide sind Teile anerkannter Staaten. Diesen Staaten darf man sie nicht wegnehmen; das internationale Recht sagt das: territoriale Unversehrtheit – oder so.

In den Landstrichen leben ethnische Minderheiten. In dem einen bilden sie noch immer eine Mehrheit. Im anderen nicht mehr. Dort wurden Sie schon vor langer Zeit von fremden Soldaten vertrieben. Die wenigen, die geblieben sind, wurden in ihrem eigenen Landstrich zu einer kleinen Minderheit, weil andere Völker dorthin gesiedelt wurden.

Vor wenigen Jahren wurden die beiden kleinen Völker Opfer des hemmungslosen Nationalismus der Merheitsvölker. In die Landstriche fielen Soldaten und Söldner ein und vertrieben und mordeten viele Leute.

Den Bedrängten wurde Hilfe durch andere Staaten zuteil. Das war zwar ein Bruch des internationalen Rechts, aber es half den Opfern. In beiden Fällen aber waren die Opfer auch grausam und vertrieben andere Menschen – jene des Mehrheitsvolkes.

Die Helfer von Aussen haben immer wieder versprochen, den Staaten diese Landstriche nicht wegzunehmen; dürfen sie ja auch nicht; wäre auch nicht erlaubt.

Aber plötzlich war ein kleines Stück vom einem der Staaten weg. Das ist gut so – sagten die Helfer von aussen. Das andere Stück ist aber noch drin – in dem anderen Staat. Das soll so bleiben – sagen die, die doch gerade das eine Stück zu einem Staat gemacht haben.

Ich kann nicht erklären, warum das so ist. Aber vielleicht ist eben alles viel komplizierter. Oder aber es ist eben Landstrich nicht gleich Landstrich, oder die einen Völker nicht wie die Anderen, oder das eine Interesse anders als das Andere.