{"id":5195,"date":"2023-12-15T14:05:28","date_gmt":"2023-12-15T13:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/?p=5195"},"modified":"2023-12-15T14:23:00","modified_gmt":"2023-12-15T13:23:00","slug":"putins-jahrespressekonferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/?p=5195","title":{"rendered":"Putins Jahrespressekonferenz"},"content":{"rendered":"\n<p>Es war ein z\u00e4hes, oft sehr langweiliges Pressegespr\u00e4ch, das Putin heute gegeben hat. Er nutzt diese Veranstaltungen, um sich als Herrscher zu zeigen, der dem Volk zuh\u00f6rt, seine Sorgen anh\u00f6rt und immer verspricht er, sich pers\u00f6nlich um dieses Problem zu k\u00fcmmern Das reicht von der Wohnungsknappheit, fehlenden \u00c4rzten, der Verf\u00fcgbarkeit von Impfstoffen gegen R\u00f6teln und Mumps bis hin zum Preis von Eiern.<\/p>\n<p>Es war aber vor allem ein Pressegespr\u00e4ch ohne \u00dcberraschungen; es fehlten gro\u00dfe Ank\u00fcndigungen; vieles von dem, was Putin heute gesagt hat, hat er vorher schon vielfach gesagt. Zwei wichtige Punkte waren dennoch dabei.<\/p>\n<p>Putin erkl\u00e4rte, dass die Kriegsziele Russlands in der Ukraine sich nicht ge\u00e4ndert h\u00e4tten. Er nennt die Entnazifizierung, die Demilitarisierung des Landes und fordert, dass die Ukraine sich zu einem neutralen Status bekenne. Es werde Frieden geben, so Putin, wenn diese Ziele erreicht worden seien. Diese Botschaft ist vor allem f\u00fcr den derzeitigen westlichen Diskurs wichtig. Im Westen nimmt die Zahl derer zu, die auf eine Verhandlungsl\u00f6sung dr\u00e4ngen, weil sie nicht davon \u00fcberzeugt sind, dass dieser Konflikt milit\u00e4risch gel\u00f6st werden k\u00f6nne. So verst\u00e4ndlich diese Aufrufe sind, derzeit gibt es keine Aussichten f\u00fcr einen Verhandlungsfrieden. Putin hat wieder deutlich gemacht, dass er einen Diktatfrieden erreichen will. Nachdem, auch die ukrainische F\u00fchrung nicht zu Verhandlungen bereit ist, wird es dazu in den n\u00e4chsten Monaten sicher nicht kommen. Auf russischer Seite ist jedenfalls nicht anzunehmen, dass sich die Position vor dem 5. November 2024 \u00e4ndern wird. Die russische F\u00fchrung m\u00f6chte die Pr\u00e4sidentenwahlen in den USA abwarten und hofft auf eine R\u00fcckkehr von Donald Trump.<\/p>\n<p>Wenn beide Kriegsparteien weiterhin daraufsetzen, ihre Maximalziele durchzusetzen und \u00fcberzeugt sind, dazu milit\u00e4risch in der Lage zu sein, wird es bei einem langen Andauern des Krieges bleiben.<\/p>\n<p>Der zweite wichtige Punkt der inszenierten Pressekonferenz war die Zusicherung Putins, dass es keine neue Welle der Mobilmachung geben werde. Die russische Armee habe mit den vielen Freiwilligen und Vertragssoldaten genug an Personal. Diese Zusicherung an die russische Bev\u00f6lkerung ist wichtig, da viele die Angst umtreibt, an die Front geschickt zu werden. Putin sagt dies nat\u00fcrlich auch, weil im M\u00e4rz 2024 Pr\u00e4sidenten\u201cwahlen\u201c in Russland stattfinden werden und er seinen hohen Wahlsieg nicht durch die Ank\u00fcndigung einer neuen Mobilisierungswelle gef\u00e4hrden will. Es bleibt aber abzuwarten, was nach den Wahlen passieren wird.<\/p>\n<p>Zu erw\u00e4hnen sind noch die Lobges\u00e4nge Putins auf die Beziehungen Russlands zu China und zur T\u00fcrkei. Die T\u00fcrkei will Putin Anfang des kommenden Jahres besuchen und er w\u00fcrdigt die Rolle des t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten bei den Bem\u00fchungen, den Gazakrieg zu beenden. Diesen bewaffneten Konflikt bezeichnete Putin als \u201eKatastrophe\u201c. Zum eigenen Krieg in der Ukraine sagt er das nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Zuletzt wird Putin gefragt, was er heute dem 2000 gew\u00e4hlten Putin sagen w\u00fcrde. Putins Antwort: &#8220;Du bist auf dem richtigen Weg und vertraue nicht auf Deine westlichen Partner&#8221;.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Photo credit: https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/rede-des-praesidenten-russlands-akribisch-inszenierte-pressekonferenz-putin-sitzt-fest-im-sattel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":5200,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-5195","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-russia"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5195"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5202,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5195\/revisions\/5202"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerhard-mangott.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}