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	<title>Comments on: misstrauen s&#228;en</title>
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	<description>Department of Political Science &#124; University of Innsbruck</description>
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		<title>By: Karl Heiden</title>
		<link>http://www.gerhard-mangott.at/?p=1180&#038;cpage=1#comment-17382</link>
		<dc:creator>Karl Heiden</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 19:13:17 +0000</pubDate>
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		<description>Es naht der 1. September 2009 und damit die 70. Wiederkehr des Kriegsbeginns durch Hitler-Deutschland. Dem war im August der von Sebastian Haffner so bezeichnete &quot;Satanspakt&quot; zwischen den Beauftragten Hitlers und Stalins vorausgegangen, ein Faktum, das revisionistische Kreise im Baltikum nun immer st&#228;rker zum Vorwand nehmen, um die &quot;Schuld&quot; f&#252;r den 2. Weltkrieg nachtr&#228;glich &quot;gleichm&#228;&#223;ig&quot;  auf beide Kontrahenten zu verteilen. J&#252;ngst geschah das wieder in einer estl&#228;ndischen Zeitung, die den Molotov-Ribbentrop-Pakt als &quot;Beweis&quot; daf&#252;r anf&#252;hrte, dass beide Staaten aus Eigeninteresse gleich verantwortlich f&#252;r den Ausbruch des Weltkrieges gewesen sind. Die &quot;Revisionisten&quot; tummeln sich also ungenierter denn je in allen Lagern herum und spekulieren mit der Verge&#223;lichkeit des Publikums bzw. mit dessen Unverm&#246;gen und Unwillen, aus der Geschichte etwas f&#252;r die Gegenwart Brauchbares zu lernen. Heute ist &#252;brigens der 65. Jahrestag des misslungenen Attentats der Wehrmachtskreise um Stauffenberg auf A. Hitler.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es naht der 1. September 2009 und damit die 70. Wiederkehr des Kriegsbeginns durch Hitler-Deutschland. Dem war im August der von Sebastian Haffner so bezeichnete &#8220;Satanspakt&#8221; zwischen den Beauftragten Hitlers und Stalins vorausgegangen, ein Faktum, das revisionistische Kreise im Baltikum nun immer st&#228;rker zum Vorwand nehmen, um die &#8220;Schuld&#8221; f&#252;r den 2. Weltkrieg nachtr&#228;glich &#8220;gleichm&#228;&#223;ig&#8221;  auf beide Kontrahenten zu verteilen. J&#252;ngst geschah das wieder in einer estl&#228;ndischen Zeitung, die den Molotov-Ribbentrop-Pakt als &#8220;Beweis&#8221; daf&#252;r anf&#252;hrte, dass beide Staaten aus Eigeninteresse gleich verantwortlich f&#252;r den Ausbruch des Weltkrieges gewesen sind. Die &#8220;Revisionisten&#8221; tummeln sich also ungenierter denn je in allen Lagern herum und spekulieren mit der Verge&#223;lichkeit des Publikums bzw. mit dessen Unverm&#246;gen und Unwillen, aus der Geschichte etwas f&#252;r die Gegenwart Brauchbares zu lernen. Heute ist &#252;brigens der 65. Jahrestag des misslungenen Attentats der Wehrmachtskreise um Stauffenberg auf A. Hitler.</p>
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		<title>By: Georg Schöfbänker</title>
		<link>http://www.gerhard-mangott.at/?p=1180&#038;cpage=1#comment-17347</link>
		<dc:creator>Georg Schöfbänker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 17:15:13 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r den Hinweis von Prof. Mangott, w&#228;re mir n&#228;mlich sonst entgangen. Erinnert mich jedoch stark an den sog. deutschen Historiker-Streit der sp&#228;ten 1980er Jahre: Ernst Nolte und Michael St&#252;rmer gegen J&#252;rgen Habermas.  Und die damaligen Folgen. Und an das unvergessliche Diktum von Michael St&#252;rmer in der FAZ (damals u.a. Berater von Helmut Kohl): 

... „dass in [einem] geschichtslosem Land die Zukunft gewinnt, wer die Erinnerung f&#252;llt, die Begriffe pr&#228;gt und die Vergangenheit deutet.“

Sind wir schon wieder so weit? Revisionismus, ein scheinbar pro-amerikanischer noch dazu, aus dieser Ecke? Gelegentlich zweifle ich am Verstand, zwar nicht an meinem, aber dem anderer.

Georg Sch&#246;fb&#228;nker</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Hinweis von Prof. Mangott, w&#228;re mir n&#228;mlich sonst entgangen. Erinnert mich jedoch stark an den sog. deutschen Historiker-Streit der sp&#228;ten 1980er Jahre: Ernst Nolte und Michael St&#252;rmer gegen J&#252;rgen Habermas.  Und die damaligen Folgen. Und an das unvergessliche Diktum von Michael St&#252;rmer in der FAZ (damals u.a. Berater von Helmut Kohl): </p>
<p>&#8230; „dass in [einem] geschichtslosem Land die Zukunft gewinnt, wer die Erinnerung f&#252;llt, die Begriffe pr&#228;gt und die Vergangenheit deutet.“</p>
<p>Sind wir schon wieder so weit? Revisionismus, ein scheinbar pro-amerikanischer noch dazu, aus dieser Ecke? Gelegentlich zweifle ich am Verstand, zwar nicht an meinem, aber dem anderer.</p>
<p>Georg Sch&#246;fb&#228;nker</p>
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		<title>By: Karl Heiden</title>
		<link>http://www.gerhard-mangott.at/?p=1180&#038;cpage=1#comment-17346</link>
		<dc:creator>Karl Heiden</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 16:56:35 +0000</pubDate>
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		<description>Dieser Eindruck tr&#252;gt nicht, denn die baltischen Staaten und Polen legen ja auch starken Wert darauf, festzuhalten, dass sie zum Ende des 2. Weltkrieges nicht von der Nazi-Diktatur befreit, sondern von der Roten Armee &quot;okkupiert&quot; worden sind. Einer &#228;hnlichen Diktion beflei&#223;igen sich &#252;brigens auch die diversen&quot;Keller&quot;-und Neo-Nazis &#214;sterreichs und Deutschlands, die zudem betrauern, dass die Wehrmacht dazumal &quot;unverdient besiegt&quot; wurde und
&quot;sch&#228;ndlich&quot; kapitulieren musste. 
Politologisch interessant in diesem Zusammenhang ist allerdings  die Tatsache, dass alle diese Dinge (inklusive Revisionismus) sowohl in Russland als auch im Europa der EU ausgerechnet jetzt wieder &quot;hochkochen&quot;. Als g&#228;be es derzeit nicht andere - aktuellere und weltumfassende - Spannungen weit gr&#246;&#223;erer Dimension zu bew&#228;ltigen. Offenbar ist deren Dimension aber derart Angst einfl&#246;&#223;end, dass man sich auf die &quot;vertraute&quot; Ebene altbekannter Konflikte &quot;zur&#252;ckzieht&quot;, um sie noch einmal zu &quot;l&#246;sen&quot; ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Eindruck tr&#252;gt nicht, denn die baltischen Staaten und Polen legen ja auch starken Wert darauf, festzuhalten, dass sie zum Ende des 2. Weltkrieges nicht von der Nazi-Diktatur befreit, sondern von der Roten Armee &#8220;okkupiert&#8221; worden sind. Einer &#228;hnlichen Diktion beflei&#223;igen sich &#252;brigens auch die diversen&#8221;Keller&#8221;-und Neo-Nazis &#214;sterreichs und Deutschlands, die zudem betrauern, dass die Wehrmacht dazumal &#8220;unverdient besiegt&#8221; wurde und<br />
&#8220;sch&#228;ndlich&#8221; kapitulieren musste.<br />
Politologisch interessant in diesem Zusammenhang ist allerdings  die Tatsache, dass alle diese Dinge (inklusive Revisionismus) sowohl in Russland als auch im Europa der EU ausgerechnet jetzt wieder &#8220;hochkochen&#8221;. Als g&#228;be es derzeit nicht andere &#8211; aktuellere und weltumfassende &#8211; Spannungen weit gr&#246;&#223;erer Dimension zu bew&#228;ltigen. Offenbar ist deren Dimension aber derart Angst einfl&#246;&#223;end, dass man sich auf die &#8220;vertraute&#8221; Ebene altbekannter Konflikte &#8220;zur&#252;ckzieht&#8221;, um sie noch einmal zu &#8220;l&#246;sen&#8221; &#8230;.</p>
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